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Das Projekt FeKoM

Forschungsethik – also der respektvolle und wertschätzende Umgang mit allen an empirischen Forschungsprojekten beteiligten Personen – ist ein wesentlicher Bestandteil guter wissenschaftlicher Praxis. Forschungsethik bezieht sich auf gesetzliche Bestimmungen (etwa Wissenschaftsfreiheit oder informationelle Selbstbestimmung), berücksichtigt ethische Aspekte sowie wissenschaftliche Forschungsmethodik.

In der Kommunikations- und Medienwissenschaft (KMW) gewinnt das Thema zunehmend an Bedeutung. Ein Grund dafür ist, dass die Forschungsgegenstände der KMW (z. B. digitale öffentliche Kommunikation) ebenso wie ihre Forschungsmethoden einem stetigen Wandel unterworfen sind und zunehmend komplexer werden. Dadurch entstehen neue (forschungs)ethische Herausforderungen. Zudem legt das Wissenschaftssystem zunehmenden Wert auf ethische Reflexion, etwa bei Drittmittelanträgen oder in wissenschaftlichen Publikationen.

Vor diesem Hintergrund ist es das Ziel des vom BMBF geförderten Verbundprojektes FeKoM, evidenzbasierte, also theoretisch und empirisch fundierte Empfehlungen für eine angewandte Forschungsethik in der quantitativ forschenden KMW zu formulieren. Diese werden der Scientific Community zur Verfügung gestellt und für die Vermittlung in der Lehre aufbereitet.

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Aktuelles

Wissenschaftskommunikation schlägt eine Brücke zwischen Wissenschaft und Gesellschaft – und eröffnet zugleich auch Raum für Prozesse der Abwägungen und Diskurse, gerade in ohnehin diskussionsreichen Feldern wie der Ethik. Einige dieser Diskurse werden in der neu erschienenen Publikation „Wissen kommunizieren. Ethische Anforderungen an die Kommunikation zwischen Wissenschaft und Gesellschaft“ betrachtet.


Unter „Common Rule“ werden in den USA Vorgaben verstanden, die den Schutz von menschlichen Proband*innen bei Experimenten verbessern und den Aufwand der institutionellen Ethikkommissionen (englische Abkürzung: IRBs) verringern sollen. Diese Vorgaben wurden 2018 umfassend überarbeitet. Tsan und van Hook haben in ihrer Studie IRB-Leistungsmetrikdaten von 2016 bis 2021 gesammelt und analysiert, um die potenziellen Auswirkungen der überarbeiteten „Common Rule“ auf die Qualität und Leistung von Ethikkommissionen zu untersuchen.